
Mein Name ist Andrea Zimmer.
Geboren
wurde ich 1957 in Breitenbach/Pfalz, einem Nachbarort von Frohnhofen, meiner
jetzigen Heimat. In Frohnhofen wohne ich mit meinem Mann und unseren damals noch
kleinen Jungs seit 1985. Die Jungs sind mittlerweile erwachsen und beide aus dem
Haus.
Schon mein Vater hatte in unserer Kindheit eine liebe Schäferhündin namens Cora.
An diese Zeit, mit einem Hund in der Familie, erinnere ich mich sehr gerne. Cora war eine lebhafte Hündin und hat immer dafür gesorgt, dass etwas los war im Haus.
Auch im Elternhaus meines Mannes (Jahrgang 1955) lebte eine Schäferhündin. Von dieser Hündin schwärmt mein Mann noch heute in höchsten Tönen.
Irgendwann nachdem ich selbst eine Familie gegründet hatte waren unsere Jungs und mein Mann einfach das Wichtigste in meinem Leben. Dadurch verlor ich das Thema Hund völlig aus den Augen.
Das änderte sich als mein Mann mir zu meinem 40ten Geburtstag, völlig unerwartet, eine 9 Wochen alte Cocker Hündin schenkte. Catjuscha änderte unser Leben völlig. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge, kein Urlaub mehr ohne Hund, ständig wieder jemand um sich zu haben und nicht zuletzt die Liebe und Treue dieses Hundes zu spüren, machte aus uns so richtige Hundfans. Während der Zeit mit Catjuscha wurde auch der Gedanke, einmal zu züchten, wach. Leider kam es aus beruflichen Gründen nie dazu.
Ein ganz schwarzer Tag war der 08.Dez. 2003 als unsere geliebte Hündin überraschend an einer Krebserkrankung sterben musste. Eine schwere Zeit für die ganze Familie.
Nach langem Überlegen wie es jetzt weitergehen soll, entschlossen wir uns im Mai 2004 zu einer English Springer Spaniel Hündin.
Ruby war da.
Ein Glücksgriff wie sich bald herausstellte. Das Welpen brachte uns mit seiner überaus quirligen und lieben Art wieder auf andere Gedanken und jeder war wieder mehr beschäftigt. Die ausgedehnten Spaziergänge waren wieder zurück.
Zur Sozialisierung und zur Erreichung eines Grundgehorsams war wieder jeden Samstag der Hundplatz angesagt.
Ruby entwickelte sich zu einer sehr hübschen, gehorsamen und außerordentlich lieben Hündin.
Bis
Anfang 2006 war ich in einer Halbtagsbeschäftigung, welche ich dann überraschend
aufgeben musste. Nun war sofort der Gedanke da - Züchten -.
Gesagt, getan. Wir brachten Ruby zur Zuchtreife und schon im Juni 2006 waren die ersten Welpen auf der Welt. Drei wunderbare Mädels, von denen eine bei uns bleiben durfte.
Nele war da.
Nele entwickelt sich prächtig und nimmt auch schon erfolgreich an den samstäglichen Übungen im Hundverein teil.
Über die Zucht musste ich sehr viel lernen und wurde auch von einigen Leuten unterstützt.
An dieser Stelle möchte ich mal Danke sagen an Frau Petra Dürr, Golden Retriever Züchterin bei uns im Dorf.
Der Zwingername Herrgarten rührt daher, weil das Gewann in dem unser Haus steht, seit etlichen Generationen Herrgarten genannt wird. Der Name wurde im Laufe der Jahrhunderte abgewandelt. Ursprünglich wurde dieses Gewann Harrgarten genannt, denn als Harr bezeichneten die Bewohner im Mittelalter den Flachs. Was darauf schließen lässt, dass hier einmal der Flachs von den Frohnhofern angebaut wurde.
Die Philosophie vom Herrgarten Zwinger ist folgende.
Wir sind eine kleine liebevolle Hauszucht die keine kommerziellen Ziele verfolgt. Bereits bei der Auswahl der Deckrüden achten wir darauf, dass es wirklich gute Jungs sind und sie auch den entsprechenden Charakter haben.
Schon in den letzten Phase der Trächtigkeit schlafe ich nachts in der Nähe der Hündin. Die Welpen kommen im Wohnzimmer in einer großzügig bemessenen Wurfkiste, zur Welt. Die Wurfkiste ist so dimensioniert, dass sich die Hündin in jeder Richtung, bequem ausstrecken kann. Bis die Welpchen 2 Wochen alt sind schlafe ich nachts ganz in ihrer Nähe.
Die Welpen bleiben bis zur 4ten Woche im Wohnzimmer und kommen dann ins eigens
eingerichtete Hundezimmer, von wo sie direkt raus auf unser eingezäuntes
Grundstück,
können. Hier ist dann für die Kleinen ein schöner Spielplatz eingerichtet, der
auch sehr gerne angenommen wird.
Die Welpchen werden sehr liebevoll aufgezogen und es wird darauf geachtet, dass jedes genügend Zuwendung bekommt.
Auch die tierärztlichen Notwendigkeiten sind eine Selbstverständlichkeit.
Wir machen die Welpen mit allen möglichen Alltagssituationen vertraut und führen sie ab einem gewissen Alter, regelmäßig raus in die Natur.
Ich möchte meine Welpen nur mit allerbestem Gewissen abgeben. Das bedeutet für mich, dass für die Welpchen alles getan wird, weit über das Notwendigste hinaus. Des Weiteren geben wir die Hunde nur an Menschen ab, die für English Springer Spaniel geeignet sind. Man merkt beim Kennen lernen recht schnell, ob jemand als neuer Hundebesitzer passt oder nicht. Der Tag an dem die Kleinen das Haus verlassen ist nicht ganz einfach, schließlich hat man sie 9 Wochen gehegt und gepflegt. Die Gewissheit, dass sie in guten Händen sind, erleichtert den Abschied sehr.
Mit Nele haben wir nun eine zweite Hündin, auch mir ihr beabsichtigen wir zu gegebener Zeit zu züchten, vorausgesetzt sie erfüllt die Anforderungen des Spaniel Club Deutschland.
Mit unseren zwei Hündinnen ist auch schon die endgültige Größe der English Springer Spaniel Zucht vom Herrgarten erreicht. Mehr Hunde wird es am Herrgarten nicht geben. Nur so sehe ich die Möglichkeit, jedem der Hunde die notwendige Zeit und Zuwendung zu geben. Beide Hunde leben mit uns in der Wohnung.